Malerei 2026

 

Land am Wasser

Mit den neuen Arbeiten führe ich meine 2025 begonnene Serie „Assoziative Landschaften“ konsequent weiter. Ausgangspunkt sind meine Landschaftsbeobachtungen und -Fotografien, die im malerischen Prozess zunehmend transformiert werden. Durch Überlagerungen, verlaufende Farbfelder und frei assoziierte Landschaftselemente lösen sich die Motive von ihrem ursprünglichen Kontext und entwickeln eine eigene, atmosphärische Bildsprache.

Ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsprozesses ist das wiederholte Drehen der Bilder während des Malens. Dadurch verschieben sich Perspektiven und räumliche Orientierungspunkte; Horizonte lösen sich auf und neue Bildzusammenhänge entstehen. Spiegelungen, Schatten und landschaftliche Fragmente wirken dadurch bewusst uneindeutig und entziehen sich einer festen Verortung.

Wie bereits in den früheren Arbeiten überlagern sich unterschiedliche Zeitebenen, Erinnerungen und Wahrnehmungen zu Bildwelten zwischen Realität und Imagination. Die Serie bewegt sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Landschaftsmalerei und poetischer Abstraktion und eröffnet vielschichtige Assoziationsräume für Betrachtende.

 

Wieker Bodden – Winter 2026

Im Winter 2026 fror die Ostsee rund um Rügen über längere Zeit an vielen Stellen vollständig zu. Diese Werkserie entstand nach einem Spaziergang am Wieker Bodden, einem Binnengewässer auf Rügen, das bereits früh von einer geschlossenen Eisschicht bedeckt war.

Die Eindrücke dieser stillen, nahezu monochromen Winterlandschaft fließen in die Arbeiten ein. Reduzierte Formen, große helle Flächen sowie zurückhaltende Rot- und Grüntöne verdichten die Erinnerung an Licht, Kälte und Weite zu ruhigen, offenen Bildräumen. Landschaft erscheint dabei nicht als konkrete Darstellung, sondern als atmosphärische Erfahrung zwischen Wahrnehmung, Erinnerung und Abstraktion.