Malerei auf Leinwand 2020

Über den Wolken – Trampolinkinder und blauer Horizont

Diese Serie ist in den Osterfereien 2020 entstanden. In der Corona-Zeit, Zeit der Isolation, spielen die Kinder aus dem Haus im Hinterhof und springen jeweils alleine auf einem Trampolin. Sie suchen mehr Raum und Weite, als sie ihnen in der plötzlich klein gewordenen Welt zur Verfügung steht. Ihre Sehnsucht nach mehr Weite und Bewegungsraum habe ich Ihnen mit dieser Serie bildnerisch erfüllt. Bis hoch über die Wolken können sie nun springen und weit sehen. Ihnen scheinen Flügel zu wachsen. Die Erde (blauer Horizont) erscheint im Überblick von über den Wolken.

Am Ufer – Trampolinkinder

Die springenden Kindern mit ihrer Sehnsucht nach mehr Weite und Bewegungsraum habe ich mit dieser Serie bildnerisch in eine Uferlandschaft mit Mohnblumen, Sinnbild einer anderen Welt, versetzt. Sie können hier im Gegensatz zu der Anfang des Jahres entstandenen Trampolinkinder – Serie mit mehreren Kindern zusammen springen, Freundschaft erleben und, abgewandt von der grauen Stadt, die Natur genießen.

Bäume und rosa Himmel

Das Werk besteht aus vier Leinwänden à 80 x 100 cm.  Rosa Himmel, davor sattgrüne Bäume, unten gelbes Land, wahrscheinlich reifer Weizen. Der Horizont teilt das oben und unten, das davor und dahinter. Die Durchwebungen, ein Hinweis auf die menschliche, zeitgenössische Wahrnehmung der Landschaft, der Welt. Der Mensch betrachtet und durchwirkt sie.

Roter Regen zieht auf

Sonnenblumen beobachten sein Kommen.

Ihre durchlässigen kopfgroße Blüten geben den Blick auf die dahinterliegende Welt frei. Der sonst in meinen Arbeiten intakte Horizont, der das Oben und das Unten verlässlich trennt und somit auch verbindet, scheint sich langsam aufzulösen. Die Ebenen verweben sich miteinander, scheinen durcheinander hindurch.

Sonnenblumen stehen hier für den Menschen und seine Transzendenz. Bisher galt mein malerischer Blick eher dem Vordergrund, der Hinweise auf den verschleierten Hintergrund liefert, ohne ihn aufzudecken. In diesem Bild löst sich der Horizont langsam auf, der sonst als verlässlicher Ort in meinen Bildern Orientierung lieferte. Vielleicht gibt er das Dahinterliegende langsam preis?

Wir schauen alle gebannt auf das meist rot dargestellte Corona-Virus und beobachten, wie es bisher als gegeben Angenommenes fast stündlich neu in Frage stellt. Wie wird unsere Welt aussehen, wenn der rote Regen vorbei ist?