{"id":720,"date":"2021-01-18T15:12:59","date_gmt":"2021-01-18T14:12:59","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p126162.webspaceconfig.de\/?p=720"},"modified":"2021-01-18T15:12:59","modified_gmt":"2021-01-18T14:12:59","slug":"skadi-engeln-stoerbilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skadi.de\/en\/skadi-engeln-stoerbilder\/","title":{"rendered":"Skadi Engeln, St\u00f6rbilder"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Seit Skadi Engeln 2001 den Jakobsweg gewandert ist und dort intensive Naturerfahrungen gemacht hat, setzt sie sich mit dem Thema Landschaft auseinander.<br \/>\nInzwischen ist dieses traditionelle Genre der Malerei zentrales Motiv ihres Gesamtwerkes geworden. Sie gibt jedoch nicht die gesehenen Landschaften naturgetreu wieder, sondern malt intensive Farbeindru\u0308cke aus einem Naturerleben heraus. Als ihre Inspirationsquelle beschreibt die Ku\u0308nstlerin die Wandlung der Natur, die sie besonders in ihren \u00dcberg\u00e4ngen erlebt: D\u00e4mmerungen, Sonnenlauf und Wetterumschwu\u0308nge.<br \/>\nDas bewusste Erleben der Ver\u00e4nderungen in der Natur ist fu\u0308r sie ein kontemplativer Prozess und wichtige Vorbereitung auf das Malen ihrer Bilder. Mit Hilfe von Fotografien, die sie auf ihren Reisen macht, entwickelt sie dann im Atelier ihre Landschaften. Das Zusammenspiel von Abbild, Erinnerung und eigentlichem Malprozess beschreibt Skadi Engeln als wichtige Wechselwirkung fu\u0308r die Entstehung ihrer Werke.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\nDie nach Fukushima entstanden St\u00f6rbilder zeigen einen neuen Umgang der Ku\u0308nstlerin mit dem Sujet Landschaft: Scharfe Linien und feine senkrechte Streifenb\u00e4nder st\u00f6ren die farbenpr\u00e4chtigen Panoramen und den romantischen Blick auf die Natur. Die ohnehin an die Grenze zur Gegenstandslosigkeit gefu\u0308hrten Landschaften erhalten durch diese abstrakten Elemente eine weitere Bedeutungsebene und er\u00f6ffnen eine neue Welt der Assoziationen. So erinnern sie vage an unsere hochtechnisierte Welt mit ihren Strommasten, Schornsteinen, Antennen und vielfachen Strahlungen.<br \/>\nDie vertikalen Eingriffe in die Bildlandschaften realisiert Skadi Engeln sehr vielf\u00e4ltig. Mal entwickelt sie diese aus der Farbpalette des Bildes, mal mit Hilfe der Komplement\u00e4rfarben, durch die ein starker Kontrast entsteht. Besonders zart wirken jene Bilder, in denen sie Farbe vom Bildgrund wieder wegnimmt und die Landschaft wie durch einen Schleier hindurchscheinen l\u00e4sst. Durch die abstrakten \u201eSt\u00f6rlemente\u201c entstehen Kontraste, die die harmonischen Farblandschaften brechen, auff\u00e4chern und ihnen etwas Geheimnisvolles, Fragendes verleihen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\nFukushima hat die Welt erschu\u0308ttert \u2013 und die Ku\u0308nstlerin veranlasst, ihren Blick auf die Natur neu zu definieren. Trotzdem verzichtet Skadi Engeln konsequent darauf, in ihren Bildern anzuklagen, zu verurteilen oder du\u0308ster zu werden. Sie malt die Natur in ihrer Sch\u00f6nheit. Und sie malt die Natur in ihrer Sch\u00f6nheit gest\u00f6rt. Sie er\u00f6ffnet damit dem Betrachter auf eine subtile Art und Weise einen realen und aktuellen Blick auf die Natur im 21. Jahrhundert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Julia Fischer, Kunsthistorikerin (M.A.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Skadi Engeln 2001 den Jakobsweg gewandert ist und dort intensive Naturerfahrungen gemacht hat, setzt sie sich mit dem Thema Landschaft auseinander. 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