{"id":576,"date":"2021-01-14T17:47:07","date_gmt":"2021-01-14T16:47:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p126162.webspaceconfig.de\/?p=576"},"modified":"2021-01-14T17:47:28","modified_gmt":"2021-01-14T16:47:28","slug":"kurzes-artist-statement-2018-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skadi.de\/en\/kurzes-artist-statement-2018-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-4\/","title":{"rendered":"Unermessliche Weite &#8211; \u201enur meer\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i>eine Ausstellung von Skadi Engeln in Berlin<\/i><br \/>\n<i>Interview von Ingrid Wittig, Journalistin-Kultur<\/i><br \/>\n<i><br \/>\nSkadi Engeln positioniert sich \u00fcber ihre Bilder durch Klarheit und Reinheit.<br \/>\nDie Gem\u00e4lde haben ihre Herkunft in der Erinnerung an Blicke \u00fcber Meereslandschaften bis zum Horizont, scheinen aber\u00a0 weit dar\u00fcber hinaus zu reichen. Ihre Bilder wirken wie offene R\u00e4ume, die aus sich heraus atmen und keiner zeitgeschichtlichen Rechtfertigung bed\u00fcrfen .<\/i><\/p>\n<p>Skadi Engeln hat sich freundlicherweise bereit erkl\u00e4rt, der EpochTimes in der Galerie \u201eKunstschwimmer\u201c einige Fragen zu beantworten:<\/p>\n<p><i>Mit welchen Mal-Techniken entstehen Ihre Bilder?<\/i><br \/>\nIch arbeite auf Papier mit Eitempera und Kreiden, die man mit Wasser vermischen kann, so\u00a0 habe ich Fl\u00e4che und Struktur zur Verf\u00fcgung. Eitempera gibt mir wie \u00d6l die M\u00f6glichkeit, Farbtiefe zu erreichen. Mit Acrylfarben erhalte ich eine gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4chigkeit.<\/p>\n<p><i>Auf welche Themen in der Malerei konzentrieren Sie sich besonders ?<\/i><br \/>\nSeit vielen Jahren konzentriere ich mich auf Landschaften. Ich begreife sie als freie Kompositionen, die der Schwerkraft unterliegen. Das Meer z\u00e4hlt f\u00fcr mich () zur Landschaft. Die Aufl\u00f6sungs- und Zusammensetzungsprozesse der Landschaft sind f\u00fcr mich spannend in meinem Schaffensprozess. Gerade in ihren \u00dcberg\u00e4ngen z.B. beim Wetterwechsel oder Sonnenuntergang oder\u00a0 beim \u00dcbergang von Tag zur Nacht, entwickelt die Landschaft\u00a0 ihre gr\u00f6\u00dfte Sch\u00f6nheit durch das unterschiedliche Licht und die Bewegungen.<\/p>\n<p><i>Ist Meer f\u00fcr Sie etwas Unendliches?<\/i><br \/>\nWenn man Landschaften\u00a0 vergleicht ist der Horizont des Meeres am weitesten, der Horizont l\u00f6st sich immer wieder auf, aber die Begrenzung zwischen oben und unten erscheint durchl\u00e4ssig, bleibt aber trotzdem bestehen. F\u00fcr mich sind die Begriffe Endlichkeit und Unendlichkeit etwas Unbegreifliches. Der Horizont erscheint schon unendlich und dann erstreckt sich noch ein Weltraum dahinter und hinter den Wolken. R\u00e4ume hinter R\u00e4umen. Damit besch\u00e4ftige ich mich.<\/p>\n<p><i>Warum haben Menschen auf Ihren Meeresbildern\u00a0 keinen Platz erhalten ?<\/i><br \/>\nIn der Vergangenheit habe ich auch Portr\u00e4ts gemalt. Beim Thema dieser Ausstellung liegt meine Konzentration auf\u00a0 Meer und Himmel. Die Menschen kommen als Betrachter selbst vor. Deshalb male ich sie nicht. Weitere Menschen im Bild w\u00fcrden den Blick in die Weite irritieren, ihn ablenken.<br \/>\nMit den zwei gro\u00dfe Meeresbilder auf Leinwand hatte ich begonnen mich mit dem Meer auseinanderzusetzen. Mit dem Angebot dieser Ausstellung habe ich beschlossen, das Thema zu vertiefen. Die Arbeiten auf Papier sind also direkt f\u00fcr diese Ausstellung entstanden.<\/p>\n<p><i>Sitzen Sie beim Malen am Meer ?<\/i><br \/>\nIch reise viel und fotografiere. Die Landschaft nehme ich dadurch sehr intensiv war. Es sind\u00a0Beobachtungen und Eindr\u00fccke, die mich inspirieren, aber auch bereits Gemaltes, das ich in den beobachteten Landschaften wieder finde . Danach arbeite ich vorwiegend im Atelier. Eindr\u00fccke, Spuren von unterschiedlichen Landschaftserlebnissen finden sich in den Bildern wieder, vermischen sich miteinender, oder es entsteht etwas, was ich tats\u00e4chlich so umfassend wie auf dem Bild zuvor in einer Landschaft habe beobachten k\u00f6nnen. Ich denke, ich kann von einem Dreiecksverh\u00e4ltnis zwischen den Bildern, den Landschaften und mir sprechen und einer gegenseitigen Wechselwirkung.<\/p>\n<p><i>Warum haben Sie auf Ihren in der Ausstellung gezeigten Bildern vorwiegend nur Blaut\u00f6ne eingesetzt ?<\/i><br \/>\nEs gibt durchaus Bilder zum Thema \u201eMeer\u201c wo ich auch andere Farben verwendet habe. Durch die Reduktion auf die Farbgebung blau in der Ausstellung wird das Thema deutlicher.\u00a0 Die Konzentration auf den Horizont wird erh\u00f6ht. Die Zusammenstellung der Bilder f\u00fcr diese Ausstellung habe ich aus diesem Grund so gew\u00e4hlt.<br \/>\n<i><br \/>\nSpielt die Sonne in Ihren Bildern eine Rolle?<\/i><br \/>\nNat\u00fcrlich. Sie ist unsere Lichtspenderin und ein Synonym f\u00fcr Geist, Wahrheit und Klarheit aber sie ist auch gef\u00e4hrlich, weil sie uns verbrennen kann. Deshalb reflektiert sie sich auf meinen Bildern indirekt.<\/p>\n<p><i>Welche Pl\u00e4ne haben Sie in der n\u00e4chsten Zeit ?<\/i><br \/>\nMeine Nahziele sind das Thema \u201eMeer\u201c weiter zu vertiefen. Au\u00dferdem ist die Teilnahme an der Berliner Liste 2010 geplant. Den Katalog, an dem ich arbeite, m\u00f6chte ich zur Berliner Liste und zur Finissage hier im Kunstschwimmer am 27.10.2010 vorstellen.<\/p>\n<p>Galerie \u201e Kunstschwimmer,\u201c 10119 Berlin, Chorinerstra\u00dfe 72<\/p>\n<p><em>Meer<\/em><br \/>\n<em>Wenn man ans Meer kommt<\/em><br \/>\n<em>soll man zu schweigen beginnen<\/em><br \/>\n<em>bei den letzten Grashalmen<\/em><br \/>\n<em>soll man den Faden verlieren<\/em><\/p>\n<p><em>und den Salzschaum<\/em><br \/>\n<em>und das scharfe Zischen des Windes<\/em><br \/>\n<em>einatmen<\/em><br \/>\n<em>und ausatmen<\/em><br \/>\n<em>und wieder einatmen<\/em><\/p>\n<p><em>wenn man des Sand s\u00f6gen h\u00f6rt<\/em><br \/>\n<em>und das Schlurfen der kleinen Steine<\/em><br \/>\n<em>in langen Wellen<\/em><br \/>\n<em>soll man aufh\u00f6ren zu sollen<\/em><br \/>\n<em>und nichts mehr wollen wollen<\/em><br \/>\n<em>nur Meer<\/em><\/p>\n<p>Erich Fried<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; eine Ausstellung von Skadi Engeln in Berlin Interview von Ingrid Wittig, Journalistin-Kultur Skadi Engeln positioniert sich \u00fcber ihre Bilder durch Klarheit und Reinheit. 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